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Weihnachtskrippen finden sich in vielen Gegenden der christlichen Welt. In Deutschland nahm vor allem in den Gebirgsgegenden im 18. Jahrhundert das Krippenbauen und der Umgang damit Einzug in das Leben des Volkes.

In die zunächst orientalisch gehaltenen Schnitzereien des Westerzgebirges flossen später zunehmend einheimische und zum Teil bergmännisch geprägte Elemente ein. So weisen auch die Krippe und der Weihnachtsberg im Erzgebirge eine enge Verbindung auf.

Repräsentative Krippen standen auch schnell im Blickpunkt der Öffentlichkeit. 1814 wurde zum Beispiel im Annaberger Wochenblatt eine “ziemlich neue Krippe, welche an Gewicht geht” angeboten und bereits wenig später laden Anzeigen zur Besichtigung von selbst gefertigen Weihnachtsbergen und Krippen ein.

Papiermaché- oder Massefiguren, Bäume, Zäune und Häuser dienten zur Bestückung der Krippen und Berge, wie auch die erzgebirgischen Musterbücher aus der Mitte des 19. Jahrhunderts beweisen.