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In ihrer äußeren Erscheinung ähneln die erzgebirgischen Weihnachtspyramiden anderem, nicht beweglichem Weihnachtsschmuck, wie dem Lausitzer Pyramiden- leuchter, den Thüringer Reifenbäumchen oder auch dem Klausenbaum aus Bayern.

Im Aufbau mit den beweglichen Teilen unterscheidet sich jedoch die Drehpyramide des Erzgebirges von den anderen Pyramidenformen.

Die erzgebirgische Pyramide ist dem Göpel - dem Berg in dem das Erz abgebaut wurde - nachempfunden. Man hört auch oft die These, die sechseckige Form der Seiffener Pyramide sei dem Grundriss der Barrockkirche von Seifen entnommen.

Durch die aufsteigende Wärme der Kerzen drehen sich die einzelnen Stockwerke mit den gedrechselten oder geschnitzten Figuren.

Für das Gebiet um Seiffen lassen sich Weihnachtspyramiden etwa ab der Zeit um 1850 nachweisen. Alle waren zunächst Einzelstücke, die in den Spielzeugmacher-Familien entstanden, um in der Adventszeit die eigene Stube weihnachtlich zu schmücken.Eine gewerbliche Herstellung der erzgebirgischen Pyramiden begann erst später, im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts.